Das Gerätehaus von 1896 - 2015

In den Vor- und Nachkriegsjahren war die Bereitstellung eines ausreichenden Gerätehauses ein großes Problem. Schon in den dreißiger Jahren konnten die Feuerwehrgeräte nicht zentral gelagert werden, d.h. die Geräte standen teilweise im heutigen Kindergarten, im ehemaligen Eltwerk oder im Spritzenhaus, dem heutigen Depot. Das Spritzenhaus enthielt allerdings zur damaligen Zeit noch zwei Geschäfte und die Wohnung des Straßenmeisters.

Der Plan zum Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses bestand bereits seit Anfang der dreißiger Jahre, jedoch konnten Bürgermeister und Gemeinerat dieses Ziel unter den damaligen Bedingungen nicht erreichen. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren war erst recht nicht an einen Neubau zu denken. Bis 1945 waren auch nur ein achtsitziger PKW "Buik" und ein Tragkraftspritzenhänger "Flader" unterzubringen. Mehr Fahrzeuge anzuschaffen, was wohl seit vielen Jahren notwendig gewesen wäre, war wegen der fehlenden Unterstellmöglichkeiten immer wieder verschoben worden. Die Kehrseite war, dass bei der Wehr zu dieser Zeit noch immer über einen Schlauchwagen und Leiter im Handzug zum Einsatz kamen. Erst 1945 wurde zusätzlich ein ehemaliges Militär-Löschfahrzeug vom Typ Glöckner-Deutz eingesetzt Das Fahrzeug "Buik" wurde 1954 an eine Wehr im Kreis Klingenthal abgegeben.

Im Jahre 1961 schaffte die Wehr die Voraussetzungen zum Bau des Depots.Der damalige Wehrleiter Arno John ließ den am Gerätehaus angebauten Holzschuppen von den Wehrkameraden abreißen und in Eigenleistung eine neue, große und massive Fahrzeughalle anbauen.

Im Anschluß daran erhielt die Wehr als eine der ersten im Kreis ein Löschfahrzeug Garant K 30 mit Tragkraftspritze TS 8 und einem Schlauchtransportanhänger STA.

Die Einrichtung eines Schulungsraumes war dringend erforderlich. So wurde 1964 im 1. Stock in einer ehemaligen Wohnung des Feuerwehrdepots ein neuer Schulungsraum geschaffen.

Unter Leitung des seit 1974 eingesetzten Wehrleiters Eberhard Zießler und den Leitungsmitgliedern Volkmar Klug, Günter Steudel und Horst Fuchs begann nun mit allen Angehörigen der Wehr eine systematische Rekonstruktion des gesamten Objektes. So konnte das Gerätehaus mit Schulungsraum, Wehrleiterzimmer und Hausmeisterwohnung aufgestockt werden und ein neues Dach, eine neue Esse und vorbildliche sanitäre Anlagen erhalten.

Nach der Wende im Jahre 1994 wurde unter Leitung von Horst Fuchs, der seit 1986 Wehrleiter ist, der Anbau einer weiteren Fahrzeughalle ermöglicht. Im Jahre 2001 wurde das gesamte Depot erneut rekonstruiert, wobei ein größerer Schulungsraum und ein Raum für die Jugendfeuerwehr entstanden. Der Sanitärbereich wurde modernisiert, neue Fenster eingebaut und das Gebäude mit einem neuen Anstrich versehen.


© Freiwillige Feuerwehr Ellefeld 2014